Wir verneigen uns hiermit vor einer echten SCW-Legende und wünschen Horst Wandolek alles, alles Gute zu seinem 90. Geburtstag!
Der am 11. Juni 1936 in Bochum geborene Horst Wandolek kam 1957 vom Landesligisten Teutonia Riemke zu uns an Schloss Strünkede und wurde wichtiger Bestandteil der Westfalia-Mannschaft, die in der Oberliga West für Furore sorgte, 1959 den Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft feierte und sowohl 1959 als auch 1960 an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teilnahm.
In der Saison 1957/1958 wirbelte Horst Wandolek als Linksaußen durch die gegnerischen Reihen. In seinem zweiten Jahr wechselte Horst Wandolek auch auf den rechten Flügel, in späteren Jahren agierte er im Mittelfeld.
Horst Wandolek absolvierte 159 Spiele in der Oberliga West und erzielte 44 Tore, davon bestritt er 102 Partien im Westfalia-Trikot und schoss für uns bis 1961 insgesamt 31 Tore. Nach einem zweijährigen Intermezzo beim TSV Marl-Hüls kehrte Horst Wandolek 1963 zum SCW zurück; es folgten bis 1968 weitere 138 Spiele und 15 Tore für uns in der Regionalliga West.
Auch seine Trainerkarriere ist eng mit der Geschichte unserer Westfalia verbunden. Zunächst übernahm Horst Wandolek, vom BV Herne-Süd kommend, im Januar 1972 als Nachfolger von Herbert Burdenski das SCW-Traineramt in der Regionalliga West, wurde ein Jahr später aber von Eduard Virba abgelöst. Nach weiteren Engagements beim BV Herne-Süd trainierte Horst Wandolek ab 1978 die Zweitvertretung des SCW in der Landesliga. Als die Westfalia im Sommer 1979 die Zweitliga-Lizenz im Zuge des Goldbach-Skandals zurückgab und in der Oberliga Westfalen neu startete, sprang Horst Wandolek in die Bresche und schaffte mit einer Mannschaft, die aus seinen bisherigen Landesligaspielern sowie einer Handvoll Ex-Profis um Torhüter Jürgen Bradler, die dem Verein treu blieben, als Neunter sensationell den Klassenerhalt und verhinderte so den befürchteten Absturz.
Lieber Horst, danke für alles! Wir sagen nochmals: Herzlichen Glückwunsch und alles, alles Gute! Lass es Dir gut gehen im Kreise Deiner Lieben!
(Unser Bild zeigt Horst Wandolek (links) mit Jürgen Bradler)
