Am 9. September 2006 kam es im Stadion am Schloss Strünkede zu einem absoluten Highlight! Unsere Westfalia hatte sich zuvor mit dem Gewinn des Westfalenpokals erstmals seit 27 Jahren wieder für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal qualifiziert und trat an jenem Samstag um 14 Uhr gegen den damaligen Zweitligisten Erzgebirge Aue an.
Es war vielleicht nicht das erhoffte Traumlos mit einem Duell gegen Bayern München, Borussia Dortmund oder Schalke 04, aber auch so wohnten nach offiziellen DFB-Angaben 10.500 Zuschauer dem Spiel bei und sorgten für eine prächtige Pokalstimmung in unserem altehrwürdigen Stadion.
Unsere damals von Frank Schulz trainierte Mannschaft wehrte sich tapfer gegen den hohen Favoriten, und als die Gäste aus Sachsen nach Gelb-Rot gegen Hendrik Liebers (43.) fortan in Unterzahl agieren mussten, wuchs die Hoffnung auf eine Pokalsensation.
Torlos ging es in die Halbzeit, aber Dawit Siradse (53.) brachte den Zweitligisten dann doch mit 1:0 in Führung. Unsere Elf gab jedoch nicht auf, lieferte einen Wahnsinns-Fight – entsprechend riesig war der Jubel, als unserem Goalgetter Sami El-Nounou in der 82. Minute tatsächlich der Ausgleich zum 1:1 gelang. Würde es in die Verlängerung gehen? Mitja Schäfer (84.) hatte leider etwas dagegen, sein Treffer brachte den FC Erzgebirge erneut in Führung. Noch einmal stemmte sich unsere Mannschaft leidenschaftlich gegen die drohende Niederlage, aber am Ende blieb es beim knappen 1:2. Dennoch hatte unsere Westfalia dem klaren Favoriten einen großen Kampf geliefert, wie auch Gäste-Trainer Gerd Schädlich hinterher anerkannte.
Die damalige SCW-Aufstellung: Oliver Bautz; Michael Baum, Norman Seidel, Stephan Urbainski, Sven Barton, Yakub Köse (88. Dominik Behrend), Mykola Makartschuk, Hasan Sürgit, Tobias Urban, Sami El-Nounou, Michael Erzen.
Das Foto (© Tobias Bärmann) zeigt unseren Torschützen Sami El-Nounou. Im nächsten SCW-Report am Freitag gehen wir auch noch einmal auf die legendäre Partie vor zwanzig Jahren ein. Und beim Westfalia-Treff am Freitagabend wird das Spiel sicherlich auch ein großes Thema sein!
