Unser nächster Gegner: SV Sodingen

Wenn am Freitagabend um 19.15 Uhr im EDEKA Koch-Sportpark der Stadt-Klassiker Westfalia Herne gegen SV Sodingen angepfiffen wird, dann werden wir wieder auf viele bekannte Gesichter treffen.

Allen voran ist da SVS-Trainer Christian Knappmann, aber auch Sodingens Sportlicher Leiter Tim Eibold. Auf Spielerseite laufen für den einstigen „Komet des Westens“ Veli Cetin und Metehan Türkoglu auf.

Das Duell erfasst natürlich vor allem die älteren Fußball-Fans mit Wehmut, denn früher war die Partie ein echter Kassenschlager. Der 1912 gegründete SV Sodingen stieg im Jahr 1949 in die Landesliga auf. Heute ist dies die 7. Spielklasse, damals war es die höchste Amateurklasse in Deutschland. Im Gegensatz zum „bürgerlichen“ SCW war der SVS ein Bergarbeiter-Verein, dessen Spieler fast ausnahmslos auf der Zeche Mont-Cenis malochten. Mit kompromisslosem „Kick and Rush“ stieg man 1952 in die Oberliga West auf und erreichte 1955 als Oberliga-Zweiter gar die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft mit Spielen gegen den Hamburger SV, den 1. FC Kaiserslautern und Viktoria Berlin.

1962 begann mit dem Oberliga-Abstieg dann der schleichende Niedergang, 1973 konnte gerade noch der Abstieg in die Kreisliga verhindert werden. Ab den 1980er Jahren ging es Schritt für Schritt wieder rauf für den SVS, seitdem pendelt man eigentlich zwischen Verbandsliga und Landesliga hin und her.

Im Sommer 2025 erfolgte der Abstieg in die Landesliga, in der vergangenen Spielzeit gelang dort nach einem starken Endspurt letztlich souverän der Klassenerhalt. Trotz personeller Probleme in der Vorbereitung feierte der SVS in der neuen Saison mit sechs Punkten aus drei Spielen einen sehr gelungenen Start. Als Neuzugänge durfte Trainer Knappmann im Sommer Turgay Altuntas, Marlon Wiechert, Soufian Laghrissi, Furkan Yasin Beyazgül, Christopher Muszynski, Steven Schulz, Jonas Herzer, Özkan Cagir, Maruan El Machichi, Marcell Öhler und Nico-Evangelos Tsitsis begrüßen.

Verlassen haben den VereinRamazan Bünjamin Karatas, Chidiebere Collins Agita, Baris Köktürk, Lars Präkelt, Koray Basar, Emre Kilinc, Chukwu Ifeanyi, Zsolt Szabo und Alexandros Dimopoulos.

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