Der SCW hat das Testspiel beim Landesliga-Aufsteiger SV SW Lembeck deutlich mit 1:5 verloren. Trainer Misel Zec konnte erstmals in der Saison-Vorbereitung nicht mit seinem Team zufrieden sein. Zum Teil fielen die Gegentreffer sehr unglücklich, aber zur Wahrheit gehört auch, dass die Gastgeber williger und bissiger agierten und unsere Mannschaft diesmal einige spielerische Vorgaben auf dem Platz nicht umsetzen konnte.
Dabei war die Partie zunächst ausgeglichen. Unsere Elf erspielte sich durch Boldin (22.) und Soumah (23.) zwei gute Chancen, verteidigte in der nächsten Szene aber nicht konsequent genug – und Hortmann (24.) brachte die Hausherren mit einem tollen Schuss 1:0 in Führung. Westfalia ließ aber nicht locker. Binnen Sekunden scheiterten Soumah und Kaya, im dritten Anlauf glich Biyik (30.) zum 1:1 aus.
Nach der Pause zog der eingewechselte Neuzugang Aleksandrov (48.) ab – der Ball ging knapp rechts am Tor vorbei. Anschließend häuften sich die aus unserer Sicht unglücklichen Szenen. Wieder gab es Stockfehler in der eigenen Deckung – und erneut war es Hortmann (49.), der das eiskalt zum 1:2 ausnutzte. Wenig später klärte Brüggemann (60.) einen Zweikampf, indem er den Ball zum Torwart zurückspitzelte, hatte aber nicht gesehen, dass Schuepphaus ihm schon entgegengeeilt war, und so trudelte der Ball zum 1:3 ins eigene Netz.
Den forsch aufspielenden Lembeckern gelang nun alles. Springenberg (65.) donnerte den Ball aus halbrechter Position zum 1:4 in die Maschen, Dumpe (75.) nutzte eine weitere Unachtsamkeit unserer Abwehr zum 1:5. Türkoglu, Gökdemir und Tsuzuki versuchten es noch einmal mit Flachschüssen, aber es sollte nichts Zählbares mehr für uns herausspringen.
Nach diesem Nackenschlag geht es schon am Sonntag mit dem nächsten Testspiel weiter – erneut in Dorsten, diesmal aber bei RW Deuten.
SCW-Aufstellung: Schuepphaus; Danszczyk (69. Cetin), Rajic (55. Brüggemann), Biyik (46. Türkoglu), Dier; Silaj (46. Daniel), Boldin (46. Galagoussis), Uspenskij (63. Gökdemir), Omercic (69. Tsuzuki); Kaya (55. Knop), Soumah (46. Aleksandrov)
