Die Trainerstimmen nach dem Derby!

Cihan Yilmaz (Westfalia Herne):

„Ich bin erst einmal, unabhängig vom Ergebnis, sehr froh wieder zuhause zu sein. Ich habe jahrelang hier verbracht als Spieler und auch als Jugendtrainer. Ich habe die Aufgabe übernommen mit der Überzeugung, dass ich hier etwas bewegen kann. Vor dem Spiel hatte ich zwei Trainingseinheiten. Du versuchst natürlich deine Ideen reinzubringen, dafür reichen die zwei Tage nicht. Du versuchst die Jungs also mental aufzubauen, denn du hast drei Niederlagen, bist aber als absoluter Top-Favorit in die Liga gegangen. Taktisch kann ich die Jungs nicht in zwei Tagen so voranbringen, ich habe daher erst einmal mehr versucht, die Jungs zu motivieren, zu pushen, gewisse Sachen in die richtige Richtung zu lenken. Wir haben in der ersten Halbzeit gut angefangen, kriegen dann ein Gegentor durch einen Elfmeter und fangen an zu schwimmen, das 2:1 zur Pause geht völlig in Ordnung. Aber mit der zweiten Halbzeit, mit dem Einsatzwillen, bin ich als Trainer zufrieden. Dass du am Ende noch 3:2 verlierst, passt komplett zu unserer Situation. Noch mehr auf die Fresse kann man nicht kriegen! Aber ich weiß, dass ich die Mannschaft in die richtige Richtung lenken kann und wir auch noch erfolgreich sein werden. Die Saison ist ein Marathon, sie ist kein Sprint!“

Christian Knappmann (SV Sodingen):

„Ich glaube, dass wir heute zwei unterschiedliche Ansätze von Fußball gesehen haben. Eine Herner Mannschaft, die sehr dominant und über Ballbesitz zu ihren Möglichkeiten kommen wollte, und wir haben einfach pure Mentalität auf dem Platz gelassen und eine maximale Intensität an den Tag gelegt und haben über den ganzen Platz Mann gegen Mann verteidigt. Ich finde auch, dass die Halbzeitführung verdient war, dass dann aber in der zweiten Halbzeit für uns schon eine Problematik aufkam, nachdem Cihan umgestellt hatte. Spätestens nach der gelb-roten Karte gegen uns muss man einfach sagen, dass wir sehr viel leiden mussten und auch viel, viel Glück hatten, dass dann in der Situation nicht noch das 3:2 für Westfalia fällt. Aber insgesamt sage ich, wir sind sicherlich der glückliche, aber auch nicht unverdiente Sieger!“

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