Streng genommen haben wir zum Saison-Abschluss gleich drei Gegner: Neben dem FC Brünninghausen, bei dem wir am Sonntag um 15 Uhr in der Garandus-Arena (Am Hombruchsfeld 71, 44225 Dortmund) gastieren, liefern wir uns auch ein Fernduell mit dem RSV Meinerzhagen und der Spvg. Hagen, die zeitgleich beim BSV Schüren bzw. bei der Spvgg. Horsthausen antreten und dort jeweils nicht gewinnen dürfen, damit wir mit einem eigenen Sieg noch den Klassenerhalt schaffen können.
Der FC Brünninghausen hat uns diesen Showdown am Pfingstmontag mit einem furiosen 5:1-Sieg in Hagen erst ermöglicht – und das, obwohl die Dortmunder selbst bereits als Tabellenletzter und Absteiger in die Landesliga feststehen.
Aber die Partie hat gezeigt, dass der FCB an guten Tagen in der Liga absolut konkurrenzfähig ist. Irgendwie erinnert die aktuelle Saison jedoch an das Auf und Ab der Dortmunder in den letzten Jahren. Bis 2024 spielte man in der Oberliga, in der vergangenen Spielzeit 2024/2025 lag man in der Westfalenliga nach der Hinrunde noch auf Rang zwei, doch interne Unruhen und ein Spielerstreik ließen den Verein am Ende gerade noch so den Klassenerhalt schaffen.
Vergangenen Sommer wurde in Brünninghausen dann alles auf Null gestellt. Sage und schreibe 29 Mann hatten den Verein verlassen, 22 Neuzugänge füllten das Vakuum wieder auf. Neuer Trainer ist seither Carsten Droll, der zuvor unter anderem bei Concordia Wiemelhausen, dem SV Sodingen und dem SC Roland Beckum sehr erfolgreich gearbeitet hat. Mit einem Team, das sich aus vielen jungen Spielern und Akteuren aus unterklassigen Vereinen neu zusammensetzte, ging es von Anfang an nur um den Ligaverbleib.
Zum Hinrundenabschluss gewann unser SCW nach 3:0-Führung am Ende 3:2 gegen den FCB. Zeitweilig schien Brünninghausen als Tabellenletzter schon den Anschluss zu verlieren, nach überraschenden Siegen in Horsthausen (5:2) und gegen Holzwickede (1:0) keimte aber kurz wieder Hoffnung auf. Letztlich verlor der FCB – ähnlich wie unser SCW – zu viele Punkte durch Gegentore in der Nachspielzeit, so in Obercastrop und Iserlohn. Ein 1:3 gegen Vestia Disteln besiegelte dann den Abstieg.
