Am Rande des packenden Derbys am Mittwochabend kam es leider vereinzelt zu unschönen Szenen, vor allem nach Spielende. Unser Präsident Ingo Brüggemann äußert sich hierzu wie folgt:
„Das gestrige Derby beim DSC Wanne-Eickel endete für uns sportlich mit einer unglücklichen 1:2-Niederlage durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit. Die Enttäuschung über das Ergebnis tritt für uns jedoch angesichts der Vorkommnisse rund um das Spiel in den Hintergrund.
Während der Partie kam es zu massiven verbalen Entgleisungen seitens einzelner Zuschauer. Angehörige unserer Spieler – insbesondere Mütter auf der Tribüne – wurden in inakzeptabler Weise beleidigt. Noch schwerer wiegt jedoch, dass mehrere unserer Spieler mit schwarzer Hautfarbe Ziel eindeutig rassistischer Beschimpfungen wurden. Dabei fielen wiederholt schwerste herabwürdigende und menschenverachtende Ausdrücke.
Als Vorsitzender bin ich grundsätzlich niemand, der jedes Wort auf die Goldwaage legt. Emotionen, Rivalität und auch ein gewisser rauer Ton gehören zum Fußball dazu. Was wir gestern jedoch erlebt haben, überschreitet diese Grenze deutlich und ist in keiner Weise zu tolerieren.
Wir benennen das klar: Solche Äußerungen sind keine „Emotionen im Fußball“, sondern schlichtweg total asozial.“
Der DSC Wanne-Eickel hat nach den Vorfällen schnell reagiert, bereitet ein Stadionverbot für die hauptverantwortliche Person vor und prüft zudem eine Anzeige. Wanne-Eickels Fußball-Boss Torsten Biermann hat sich beim SC Westfalia überdies für die Vorkommnisse entschuldigt.
Der SCW bedankt sich beim DSC für die Reaktion auf die Vorfälle und stellt hiermit auch noch einmal klar, dass wir keinerlei Schuld beim Verein sehen. Gegenüber der WAZ verkündete Ingo Brüggemann entsprechend: „Dem DSC und vor allen den Ehrenamtlichen machen wir keinen Vorwurf. Die arbeiten mit genauso viel Herzblut und Einsatz für ihren DSC wie wir für unsere Westfalia. Aber man kann nicht für jeden Einzelnen die Verantwortung übernehmen.“
