DAS Derby schlechthin im Herner Fußball steht an: Unsere Mannschaft tritt am Mittwochabend um 19 Uhr in der Mondpalast-Arena (Im Sportpark 20, 44652 Herne) beim DSC Wanne-Eickel an.
Die Brisanz des Duells hat dabei nicht nur historische Gründe, eng verbunden mit der 1975 vollzogenen Städteehe. Natürlich erinnern wir uns gerne an die packenden Partien in den 1970er Jahren in der 2. Bundesliga Nord oder an die Spitzenspiele in der Oberliga Westfalen in den 1980er Jahren, als die Oberliga seinerzeit noch die dritthöchste Spielklasse war. Aber tagesaktuell benötigt unsere Elf in der Westfalenliga jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt, während sich die Schwarz-Gelben als Tabellendritter noch gute Chancen auf die Vizemeisterschaft ausrechnen, mit der Relegationsspiele um den Aufstieg in die Oberliga einhergehen würden.
In der Tabelle gibt es derzeit eine große Kluft zwischen den beiden Teams, was aber nicht bedeutet, dass wir als Zwölfter leistungsmäßig stark abfallen würden. Erstaunlicherweise hat der DSC in der laufenden Saison exakt so viele Niederlagen kassiert wie wir. Während wir allerdings von allen Mannschaften in der Liga die meisten Unentschieden aufweisen, steht beim DSC noch kein einziges Remis in der Statistik. Das Team des Trainer-Duos Davide Basile und Alexander Schlüter hat uns entsprechend noch einen Tick mehr Entschlossenheit voraus, aus jeder Partie das Maximum herauszuholen.
Unsere 3:5-Heimniederlage in der Hinrunde ist allerdings kein Gradmesser. Zu speziell waren seinerzeit die Vorzeichen. Unser damaliges Trainertrio hatte zwei Tage vor der Partie seinen Rücktritt erklärt, entsprechend litt unsere Performance im Spiel gegen den DSC unter der etwas chaotischen Vorbereitung.
Der DSC war etwas schleppend in die Rückrunde gestartet und hatte in den ersten neun Partien des neuen Jahres fünf Niederlagen kassiert. Aber mit einem 7:2-Sieg in Hagen am letzten Sonntag haben sich die Mondstädter rechtzeitig zum Derby eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit Justin Lubkoll (16 Tore), Xhino Kadiu (15) und Tim Hilliggloh (10) verfügen die Schwarz-Gelben zudem über gleich drei Torgaranten.
