Aus der Geschichte des SCW: So war es vor 21 Jahren!

Seit Wochen, wenn nicht gar Monaten, beschäftigt uns beim SCW der Personalengpass durch Krankheiten, Verletzungen und Sperren. Und eigentlich kommt jeder zu dem Schluss, dass es so eine Situation noch nie gegeben hat. Stimmt aber gar nicht, wie ein Blick ins Archiv verrät.

Ausgerechnet in der Meister-Saison 2004/2005, in der unsere Westfalia nach einem packenden Duell mit dem SSV Hagen am Ende die Westfalenliga-Meisterschaft und den Aufstieg in die Oberliga feierte, gab es in der Winterpause und danach ähnliche Probleme. Edin Terzic (Leisten-OP), Christoph Dannhausen (Fußbruch) und Christian Hallerbach (Muskelfaserriss) fielen längere Zeit aus, unter anderem Kapitän Michael „Charly“ Neumann, Torwart Oliver Bautz, Christian Kaup, Hasan Sürgit und Kevin Scherer standen mit grippalen Erkrankungen ebenfalls zeitweise nicht zur Verfügung.

Ralf Jelitto, damals wie heute Hofberichterstatter, schrieb in der Stadionzeitung „Schloss-Kurier“ am 26. Februar 2005 anlässlich des anstehenden Derbys gegen den SV Sodingen, dass Trainer Frank Schulz in der Wintervorbereitung aufgrund der zahlreichen Ausfälle „seinen Kader fast in jeder Begegnung mit Akteuren der von Martin Höffelmann trainierten A-Jugend auffüllen“ musste. Und weiter: „Nachdem Trainer Schulz zeitweise nur noch neun gesunde Spieler beim Training begrüßen konnte, wurden die Partien gegen die Bezirksligisten Wanne 11 und SV Dorsten-Hardt abgesagt.“

Im von Klaus Wissing geführten Interview antwortete Frank Schulz damals auf die Frage, wie zufrieden er mit der Vorbereitung sei: „Eigentlich sehr gut, bis auf die letzten zwei Wochen. Zuvor haben wir gut trainiert, die Stimmung war hervorragend. Dann wurden leider viele unserer Spieler krank, dazu kamen die Verletzten. Zeitweise hatten wir nur acht Leute beim Training.“

Trotz der Personalprobleme gewann unser SCW das Derby gegen den von Jürgen Wellmann trainierten SV Sodingen übrigens vor über 2.000 Zuschauern mit 1:0. Im SCW-Kader damals mit dabei: unser aktueller Trainer Kamil Bednarski.

Werten wir all diese Parallelen einmal als gutes Omen für den weiteren Verlauf der Saison 2025/26.

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